

Gestern war der erste offizielle Besuch in Condega. Natürlich war ich schon vorher da gewesen. Julia und Maria empfingen uns in der Inprhu wo uns Gerardo und Irma über die Arbeit des Projekts informierten.
Inprhu ist die Abkürzung für Instituto de la Promoción Humana, was übersetzt so viel heißt wie Institut zur Förderung der Menschlichkeit. Die INPRHU ist eine Nichtregierungsorganisation die es in verschiedenen Städten Nicaraguas gibt. Man kann sie sich so wie eine Art Jugendzentrum vorstellen. Es gibt dort Raum zu spielen und an verschiedenen Kursen teilzunehmen. Die Kurse (Flöten-, Mal-, Handarbeits-, Tanz-, und Sportunterricht) werden größtenteils auch in den Comuniades (den Gemeinden) Condegas angeboten. Weitere Angebote der INPRHU sind Nähkurse sowie ein Projekt zur Aidsprävention.
In der INPRHU stellte uns Gerardo auch das Ofen-Projekt vor. Ein neues Projekt welches von der INPRHU in Zusammenarbeit mit dem Kreispartnerschaftsverein Herford-Condega koordiniert wird. Die Idee Öfen zu bauen die weniger Feuerholz verbrauchen entstand vor etwa einem Jahr. Schon vorher gab es diese Öfen in einigen Gemeinden Condegas. Diesmal wurden Öfen in anderen Gemeinden Condegas gebaut und auch ca. 40 Frauen im Zentrum Condegas, die ihr Geld mit dem Verkaufen von Tortillas verdienen, wurden unterstützt. Die Familien steuerten ihre Arbeit und einen Sack Zement für den Bau der Öfen bei. Anschließend an den Besuch in der INPRHU gingen wir zu Rosita (Meiner Gastmutter) die uns ihren neuen Ofen präsentierte. Sie berichtete dass sie auf dem Ofen jeden Morgen 180 bis 200 Tortillas macht und dafür früher drei große Holzstücke gebraucht hätte. Mit dem neuen Ofen braucht sie nur noch eins. Die neuen Öfen seien nicht nur gut für die Umwelt, sondern es spare auch Geld und die Gesundheit der Frauen würde nicht mehr so belastet, da die Öfen über ein Abzugsrohr verfügen welches den Rauch nach draußen transportiert, berichtet sie.
Nach dem Besuch bei Rosita gingen wir in den Park in das Museum und zum berühmten Flugzeug Condegas, welches am höchsten Punkt der Stadt thront . Wenn man den Condeganern glauben darf, wurde dieses amerikanische Lastenflugzeug im Condra-Krieg abgeschossen. Spöttische Stimmen behaupten aber auch, dass es von selbst runtergefallen wäre.
Unsere Mittagspause verbrachten wir dann im Las Vegas. Einem Restaurant mit Schwimmbad im Süden der Stadt. Hier erholten wir uns zwei Stunden und einige von uns gingen auch schwimmen. Danach fuhren wir mit dem Bus weiter nach Ducuale und Besuchten die Ceramica. Dies ist ein Frauenprojekt in dem 10 Frauen arbeiten und verschiedenste Dinge aus Ton herstellen. Die Töpferei ist eine alte Tradition Condegas, so bedeutet Condega aus dem Nahuatl übersetzt auch Erde der Töpfer.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen