| Tanzgruppe: La Fraternidad |
Im Juni wird in Nicaragua nicht nur Vatertag sondern auch
der Tag des Kindes gefeiert. Dieser ist offiziell schon am ersten Juni, aber
inoffiziell steht zumindest in der INPRHU der ganze Monat Juni unter dem Motto „Monat
des Kindes“. Zum Tag des Kindes erinnern die nicaraguanischen Kinder, wie in der
ganzen Welt an ihre Rechte, wie zum Beispiel Bildung und ein gewaltfreies Leben. Traditionell
veranstaltet die INPRHU dazu eine Demonstration. Auf Grund der diesjährigen
unberechenbaren Wetterverhältnisse (es regnet unüblicher Weise schon morgens)
musste der Straßenumzug dieses Jahr leider ausfallen und es wurde nur in der
überdachten Sporthalle gefeiert. Am Abend vorher trugen wir viele Banner und
Luftballons, Blumen etc. zum Dekorieren an den Veranstaltungsort. Wir hatten
sogar doppelt Glück: Erstens weil eigentlich Fußballspiele sein sollten und wir
erst um 10 Uhr abends hätten anfangen können mit dem Aufbau, diese dann aber
ausfielen weil, zweitens noch eine Bühne aufgebaut war, die wir dann auch
mitbenutzen konnten. So wurde uns eine
lange Nacht erspart und wir konnten am
nächsten Morgen ausgeschlafen mit dem Festival beginnen.
| Beim Schminken der Kinder |
Mali (eine Engläderin die auch in der INPRHU arbeitet) und ich waren vor
dem eigentlichen Start der Veranstaltung dran die Kinder zu Schminken. Im Akkord malten wir
Blumen, Schmetterlinge, Spidermans und Piraten. Am Ende fehlte leider die Zeit alle Kinder anzumalen und ein paar Kinder beschwerten sich, dass sie nicht an die Reihe gekommen waren. Aber um 10 Uhr fingen wir mit der Veranstaltung an und ein Schminken während dessen wäre zu chaotisch geworden.
Die
Verschiedenen Schulen und Organisationen Condegas hatten alle etwas vorbereitet.
Es gab klassische und moderne Tänze, es wurde gesungen, Gedichte vorgetragen
und bei einer Verlosung konnten die Kinder tolle Preise gewinnen. Der Höhepunkt
der Veranstaltung war die Tanzaufführung der Marista Schule die einen
Breakdance aufführten (Ich werde versuchen ein Video davon hoch zu laden).
| Ich mit dem enano capezón |
Auch
der Tanz der Riesin (la gigantona) und
des Großkopfzwerges (enano cabezón) durften natürlich nicht fehlen. Diese
beiden Figuren, die von verkleideten Menschen gespielt werden, berufen sich auf
die Kolonialisierung Nicaraguas. Die „Gigantona“ repräsentiert dabei auf
satirische Art und Weise die spanische Frau, wobei vor Allem ihre Schönheit,
Statur und die Weiße haut im Vordergrund steht. Der „Indio“ der diese tanzen
lässt, und damit seine Überlegenheit darstellt, wird von dem „Enano cabezon“
repräsentiert: ein kleiner Mann aber mit viel Gehirn (darum der große Kopf). (Quelle: http://www.manfut.org/leyendas/gigantona.html)
Gegen Mittag wurden noch die letzen Geschenke verlost und
wir mussten die Sporthalle nur noch aufräumen und so verabschiedeten wir mit einem
großen Spektakel den Monat des Kindes, Juni.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen