Samstag, 14. August 2010

El Mojon und Tanzen






Am Donnerstag war ich in Mojon. Das ist eine Gemeinde recht weit außerhalb von Condega. Ich weiß nicht genau wie lange wir gebraucht haben aber 45 min. waren es bestimmt. Und wenn ich eben gesagt hatte, die Straße nach Ducuale wäre schlecht, dann ist das verglichen mit der Straße nach el Mojon eine Lüge. Die Straße gleicht eher einem Flussbett, überall sind große Steine und tiefe Spurrillen von den Fahrzeugen. Man muss also immer aufpassen wo man gerade gut fahren kann ohne hinzufallen. Dazu kommt noch das es die ganze zeit Berg auf und ab geht. Es gleicht also eher einer Mountainbike strecke als einer gutbefahrbaren Fahrradtour. Bergab ist übrigens schlimmer als Bergauf, da Nicaraguanische Fahrräder glaub ich grundsätzlich kaputte Bremsen haben und ich immer Angst hatte bei dem nächsten Stein über den Lenker zu fliegen. Ich war echt froh als ich angekommen war und brauchte erstmal ein bisschen Pause um mich zu erholen. Dort angekommen, waren die Lehrerinnen die uns die Schule aufschließen sollten schon weg. Also mussten wir uns einen anderen Ort suchen. Yaoska schüttete mit einem Eimer wasser in ein Gebäude, damit es nicht so staubt, um dort ihren Tanzunterricht zu machen. Strom gab es dort nicht, also stellten wir den MP3 Player mit kleinen Lautsprecherboxen auf. Manuel setzte sich mit seinen Schülern an eine Art Brunnen und malte dort mit ihnen: Mit Wasserfarbe eine Landschaft, aber nur mit einer Farbe malen. Also viel Wasser und wenig Wasser bzw. viel oder wenig Farbe verwenden um die verschiedenen Schattierungen zu malen. Später sind wir mit den Tanzkindern dann noch in ein anders Haus umgezogen, wo es Strom gab. Dort habe ich dann auch mitgetanzt. Ich kann übrigens nicht tanzen aber egal, es macht Spaß. Nach einem Lied viel dann der Strom aus. Wir überlegten noch eine Dinamica (ein kleines Spiel) zu machen, aber dann kamen die Mal-Kinder und fragten ob wir Fußball spielen wollten. So spielten wir noch Fußball. Ich wusste nicht wer alles in meinem Team ist. Aber irgendwie hat es doch geklappt und wir haben 4:1 gewonnen (nicht unbedingt mir zu verdanken ;-)
Um 5 sah es dann ganz schön nach Regen aus und wir machten uns schnell auf den weg nach Condega.
Abends hatten wir dann noch Tanzkurs für die Mitarbeiter der INPRHU in Condega. Es war ganz gut mal die Schritte gezeigt zu kriegen. Da ich sonst einfach in der Disco geguckt habe, was die anderen so machen und nachgetanzt habe. Dazu muss man sagen das man in Lateinamerika in der Disco IMMER als Pärchen tanzt. In den Discos läuft viel Bachata und Raggaeton manchmal auch Salsa und Cumbia, daher ist es eigentlich Pflicht tanzen zu können. Bachata würde ich mal behaupten kann ich einigermaßen. Salsa wird da schon schwieriger. Da verknoten sich meine Füße schon mal und am schlimmsten ist Palo mayo – Das ist mehr so alle Körperteile gleichzeitig zur typisch-karibischen Musik schütteln. Es macht auf jeden Fall total spaß zu tanzen und auch wenn ich niemals wie die Nicas tanzen können werde, gebe ich nicht auf ;)

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