Samstag, 14. August 2010

Ja ich weiß, ich bin schreibfaul…



Aber es gibt auch einfach so viel zu tun momentan. Letze Woche war ich fast jeden Tag mit Daniel in den Gemeinden. Dort haben wir die neuen Flöten präsentiert und ausprobiert, Auch die anderen Instrumente haben wir gezeigt und erklärt. Eine Melodika zum Beispiel hatte in Condega noch niemand gesehen. Als wir nach Ducuale fuhren (ca. 20 min. mit Fahrrad von Condega) hat es geregnet. Erst nur ein bisschen und dann immer mehr (Regenzeit halt) Ich hatte mir noch ne Regenjacke ausgeliehen, aber blöd war es trotzdem, da in Ducuale momentan die Schule renoviert wird und wir deswegen auf dem Sportplatz unterrichten mussten. Der Sportplatz hat natürlich kein Dach. Als der Regen anfing mussten wir also irgendwo unterschlupf suchen und übten auf einer Überdachten Terasse weiter. Da wir mit dem Fahrrad unterwegs waren wurden Daniel und ich auf dem Rückweg natürlich gut durchnässt – Trotz Regenjacke – die bringt nämlich bei richtigem Nica-Regen gar nichts. Nass werden ist aber nicht so schlimm. Ich bin ja nicht aus Zucker und es ist nicht kalt hier. Aber es gibt auch keine richtigen Straßen, geteert ist hier nur die Panamericana, die Straße die einmal ganz durch Amerika führt. Naja ich hatte mir blöderweise eine beige Hose angezogen. Die war nach meinem Besuch in Ducuale eher Braun, also Schlammbraun. In Deutschland kein Problem: Waschmaschine auf – rein damit – eine Stunde warten – und die Hose ist wie neu. Hier ist das anders. Wir haben zwar eine Waschmaschine bei uns. Was schon sehr unnormal ist, aber man kann diese nicht vergleichen mit der die ihr zu Hause stehen habt. Es ist mehr so eine Wanne in die man Wasser füllt und die sich dann dreht. Kaltes Wasser natürlich, warmes Wasser aus der Leitung gibt es ja nicht. Sauber ist die Kleidung nach dem bisschen rumgeschläuder dann nicht. Also ist Handwäsche angesagt. An sich auch nicht so schlimm. Also schon nervig weil man früh aufstehen muss. Nachmittags ist es nämlich zu warm. Aber die Ducuale-Hose war echt eine Herausforderung. Naja nun genug vom Wäschewaschen. Gibt auch interessantere Themen – traurige Themen zum Beispiel:
Abschiede
Montag Nacht sind Maria, Julia und Kamilo gefahren. Auch ein Grund warum ich nicht so oft geschrieben habe. Die letzen 2 gemeinsamen Wochen in Nicaragua mussten wir doch ausnutzen. Abschied nehmen ist schwer. Und noch schwerer ist es, wenn man nicht weiß wann man sich wieder sehen wird. Da habe ich dieses mal einen Vorteil. Ich werde die drei schon in drei Wochen wiedersehen. Auch wenn dieses andererseits den Abschied und Ungewissheit über das nächste Wiedersehen von hier bedeutet, aber daran will ich noch gar nicht denken.
Anderes Thema also aus meinem Leben in Condega. Gestern gab es den ganzen Tag kein Strom und kein Wasser. Es ist normal hier das es manchmal ausfällt, aber den ganzen Tag ohne Strom ist auch für hier nichts normales. Die Arbeit in der INPRHU stand quasi still. Die Kurse in den Gemeinden fanden natürlich statt aber alles was an den Computern gemacht werden sollte, musste auf den nächsten Tag verschoben werden. So haben wir Gesellschaftsspiele gespielt und Musik gemacht. Erst um 5pm kam der Strom wieder, so dass auch der Tanzkurs später anfangen musste. (Musik geht ja auch nur mit Strom) Und unser Tanzkurs, für die Mitarbeiter, der eigentlich anfangen sollte, musste auch auf den nächsten Tag verschoben werden. Auch meinen Kurs über Deutschland den ich Freitag gehalten hab, konnte ich nicht vorbereiten. Das musste ich dann alles heute morgen machen. Aber es ist auch eine gute Erfahrung zu wissen, dass man auch mal einen Tag ohne Strom auskommt, und wenn man wie hier auf Wasserausfall vorbereitet ist, ist das auch nicht schlimm. Man duscht halt mit einer Schüssel. Also eigentlich kein Problem, hier zumindestens - in Deutschland wär wahrscheinlich die Welt untergegangen bei einem Tag ohne Strom und fließend Wasser.

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